Archiv

Hier findet ihr ein kleines "Was bisher geschah". Um nicht einfach unzusammenhängende Artikel zu haben, habt ihr hier die Möglichkeit eine Art "Mini-Biographie" zu lesen. Nicht wundern das diese erst 2012 einsetzt, sie dient nur dazu, das zusammenzufassen was geschah seit diese Homepage online gesetzt wurde. 

2012: Das Ende ist erst der Anfang

Warten auf Godot

Im Sommer 2012 beendete ich erfolgreich meine Zeit an der Schauspielschule. Das Glück war mir jedoch sofort Hold und so durfte ich noch im selben Jahr für das Landestheater Oberpfalz als Estragon in "Warten auf Godot" mitwirken. Passend zum absurden Theaterstück, wurde die Produktion in der Weidener Thermenwelt auf die Beine gestellt. Ich bin heute noch Glücklich darüber bei dieser Außergewöhnlichen Inszenierung dabei gewesen zu sein!

2013: Filme, Texte & Ensembles - Hauptsache gegen den Alltag

Herr Behemoth lädt zum Bankett

Im Herbst des Jahres 2012 hatte ich die Ehre für David Liese, seines Zeichens Regensburger Filmemacher, vor der Kamera zu stehen. 

Am 11. Juni 2013 war es dann endlich so weit und das schwarz-weiße Meisterwerk der Wurstkultur "Herr Behemoth lädt zum Bankett" feierte seine Premiere im Regensburger Garbo. 
Zwar reagiere ich seit den Dreharbeiten etwas allergisch auf Sojaschnitzel, Kakao & Essiggurken - aber was tut man nicht alles für die Kunst. Und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Zumal ich mir die Leinwand mit großartigen Kollegen teilen durfte, die ich schon bald wieder sehen sollte. 

Herr Behemoth lädt zum Bankett

Im Herbst des Jahres 2012 hatte ich die Ehre für David Liese, seines Zeichens Regensburger Filmemacher, vor der Kamera zu stehen. 

Am 11. Juni 2013 war es dann endlich so weit und das schwarz-weiße Meisterwerk der Wurstkultur "Herr Behemoth lädt zum Bankett" feierte seine Premiere im Regensburger Garbo. 
Zwar reagiere ich seit den Dreharbeiten etwas allergisch auf Sojaschnitzel, Kakao & Essiggurken - aber was tut man nicht alles für die Kunst. Und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Zumal ich mir die Leinwand mit großartigen Kollegen teilen durfte, die ich schon bald wieder sehen sollte. 

Herr Behemoth lädt zum Bankett - Trailer

 

...über den Alltag gegen den Alltag

Als Schauspieler hat man es nicht unbedingt leicht. Als Autor auch nicht, besonders ohne Verlag. Einem echten Künstler ist das allerdings egal (man darf sich nun gerne vorstellen wie ich zur Untermalung dieses Satzes meinen Künstlerschal lässig über die Schulter werfe). 

Schon seit einiger Zeit schrieb ich Gedichte, Kurzgeschichte, Szenen & Sketche. Und ich kannte jemanden der dies noch tat: Julian Niedermeier. 

Nach einer szenischen Lesung in München kam mir die Frage: Warum machen wir sowas eigentlich nicht auch?! Julian war begeistert und am 13. März 2013 gaben wir im Café Sofa zum ersten Mal unsere Texte in gelesener Form und mit viel Zwischengelaber der Öffentlichkeit preis. Aus der veranschlagten Stunde wurden 90 Minuten und die Idee schien uns gut, weitere Lesungen, nun als längeres Programm anzubieten, denn wir hatten imense Probleme irgendetwas für uns zu behalten. Also setzen wir eine (Mini)Lese-Show-Tour mit dem Titel "Ein Abend über den Alltag gegen den Alltag" an.

Als Spielstätten standen uns das Wirtshaus "Brandelbräu", das Zentrum für junge Kultur "W1" und der Metropolis-Saal des "Regina-Kino" zur Verfügung. Zuschauer von München bis Bielefeld (ja, Bielefeld gibt es wirklich) lauschten wenn Julian "Aus dem Leben eines Fresssüchtigen" berichtete oder ich erzählte "Wie ich mit Bruce Willis gegen die Mächte der Finsternis kämpfte". Auch Interaktive Teile wie "Neulich beim Psychiater" ermunterten das Publikum weiter am Ball zu bleiben und nicht zu letzt gehörten unsere (leicht) ausschweifenden Zwischenmoderationen zum Programm. Auch wenn deren Inhalt nicht immer ganz abgesprochen war, was dazu führte das ich noch heute manchmal gefragt werde was "der Silberblick des einäugigen Zyklopen" sein soll. 
Und auch trotz sinkender Zuschauerzahlen hat es damals sehr viel Spaß gemacht und mich darin bestärkt weiter zu schreiben und diese auch auf meiner Homepage unter der Rubrik "Da wäre noch..." zu veröffentlichen. 

 

Pa(a)ranormal

Julian Niedermeier ist ohnehin ein echter Allrounder. Das zeigte er in seinem Film "Pa(a)ranormal" den er nicht nur selbstständig Produzierte, sondern für den er das Drehbuch schrieb, die zentrale Rolle des Paarberaters spielte und auch noch Regie führte. Mich verpflichtete er als "Herr Baumann" der in seiner Beziehung zuerst die Ruhe und dann den Sex vermisst. 

Am Set gab es für mich ein Wiedersehen mit alten Bekannten wie z.B. Lars "Behemoth" Smekal der nun als "Director of Photography" hinter die Kamera wechselte oder Josef Nikolaus Holz, den ich bereits während der Schauspielschul-Zeit kennen lernen durfte und mit dem ich bereits bei mehreren Projekten zusammen gearbeitet habe ("The Rocky Horror Show", "Asyl der Tiere" & "Herr Behemoth lädt zum Bankett").

Über die Dreharbeiten gäbe es viel zu Berichten. Mit am meisten blieben mir jedoch die Außendrehs im Gedächtnis. Vor allem deswegen weil es für Ende März derart Schweinekalt war, das wir die Dreharbeiten öfters unterbrechen mussten um bleibende Schäden zu vermeiden. Aber wir haben alle überlebt und konnten von Tag zu Tag unsere Coolness steigern (siehe Bild unten). Am 25. Juli 2013 wurde der Film zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. 

Unerreichbare Coolness am Set zu "Pa(a)ranormal"
Unerreichbare Coolness am Set zu "Pa(a)ranormal"

 

"Geheimes" Projekt

Im Winter 2012/2013 schrieb ich zum ersten Mal seit langer Zeit wieder etwas, das mehr als 4 Seiten hatte. Es sollte ein Hörspiel werden. Und im Mai 2013 war es tatsächlich soweit ins Tonstudio zu gehen. Damals folgte eine überglückliche Ankündigung, von jemand der nicht wusste, das er die nächsten 7 Monate die Probleme der "Post-Production" erfahren würde: 

"Mit Licht oben ohne!

 

Ein weiteres supergeheimes Projekt aus dem Folterkeller des Armin Kind dringt an die Öffentlichkeit! Was da auf dem Bild zu sehen ist, ist nicht nur mein unaufgeräumter Schreibtisch sondern, das Skript meines höchst eigenen Hörspiels.

Mein Team und ich werden morgen damit die Weltherrschaft erobern oder zumindest das Tonstudio.

 

Euer Armin (*zehnausrufezeichen*)

am Freitag den 3.5.2013"

 

Freies Künstler Ensemble

Schon im letzten Jahr an der Akademie für Darstellende Kunst war mir bewusst dass ich größtenteils Frei arbeiten wollte. Ein eigenes Ensemble in dem die Kollegen auch die Freunde sind war meine ideale Vorstellung. Um diese Vorstellung umzusetzen brauchte es aber eine Frau Namens Ella Schulz die genug Mut und Fleiß besaß das ganze in Angriff zu nehmen. Und so fand bereits im Mai 2013 das erste kennenlernen von 8 Personen statt, die in Zukunft unter dem Namen "Freies Künstler Ensemble" zusammen arbeiten wollten. Und so kam es, dass nach langen Nächten, endlosen Diskussionen und viel Kopfschmerzen nur 2 Monate später das "Freie Künstler Ensemble" das erste Mal auf der Bühne stand. Und zwar in Martin Hofer´s Turmtheater. Allerdings waren es zu diesem Zeitpunkt nur noch 7. 

Ella Schulz, Julian Niedermeier, Janós Kapitany, Hannah Baus, Anna Isabelle Günther. Lars Smekal & meine Wenigkeit. 

Amaretto

Nun, es darf mir niemand übel nehmen, auch meine Kollegen des Freien Künstler Ensembles nicht, wenn ich sage das damals trotz einiger "Definitionsgespräche" jeder von uns seine eigene Vorstellung hatte wie dieses Ensemble aussehen könnte. Letztlich gaben wir das definieren irgendwann auf und stellten fest das manche Dinge erst getan werden müssen bevor man sie definieren kann. Also taten wir was getan werden musste: Wir stellten die erste Produktion des Freien Künstler Ensembles auf die Beine. Es sollte die Beziehungskomödie "Amaretto" von Uli Breé werden. Julian Niedemeier übernahm die Regie, bevor er als Schauspieler ein Engagement am Landestheater Franken-Schwaben antreten würde. Ella Schulz und Armin Kind (also ich) übernahmen die beiden Rollen. Hannahs WG war so freundlich uns den Probenraum zu stellen: Ein (mehr oder weniger) freies Zimmer auf dem Dachboden des Hauses. Es ist etwas gewöhnungsbedürftig auf gefühlten 5 Quadratmetern staub und abblätternder Tapeten zu Proben, vor allen Dingen wenn die Temperatur unter dem Dach im Sommer exorbitant ansteigt, aber um nichts in der Welt würde ich diese Zeit missen wollen. Sie gab uns beteiligten den ersten gemeinsamen Halt in dieser jungen Gruppe und Julian tat sein bestes uns im Stück verschwinden zu lassen. Offenbar mit Erfolg, denn die Kritiken waren uns sehr wohl gesonnen: 

Mittelbayerische Zeitung

Kult

Regensburger Nachrichten

Neben dem Akademietheater, spielten wir auch im W1 und sogar im Underground der "Alten Mälzerei" in der erneut Haiko Halbauer mit seiner Kamera zur Stelle war um einen Trailer zu drehen.

 

2014: Totgesagte leben länger

VIER auf DREI

Schon immer waren Hörspiele meine Leidenschaft. "Meister Eder und sein Pumuckl", "Bibi Blocksberg" & "Benjamin Blümchen" liefen Marathon in meinem Kassettenspieler, nicht selten die selbe Folge mehrmals hintereinander. Später waren es "Die drei ???" und "John Sinclair" die den CD-Player belagerten. Somit war es eigentlich nur eine Frage der Zeit bis ich mein erstes eigenes Hörspiel machen würde. Während der Ausbildung an der ADK konnte ich bereits Erfahrung damit machen Hörspiele selbst einzusprechen. In der heimischen Badewanne, das obligatorische Badehörspiel war gerade zu Ende, kam mir dann die konkrete Idee für mein erstes eigenes Hörspiel, zudem ich in den darauffolgenden Monaten das Skript schrieb (siehe oben). 

Nach Stimmen musste ich nicht lange suchen, jeden den ich mir für die Rolle bereits während des Schreibens vorgestellt hatte sagte zu. Tilman Grimm, den Leiter von "Einhörn-Media" hatte ich bereits in meinem ersten ADK-Jahr kennen gelernt und über wenige Umwege kam somit auch die Aufnahme, der Schnitt und die Nachbearbeitung zu Stande. Das Hörspiel konnte ich meinen Sprechern bereits im August 2013 präsentieren, das Endprodukt jedoch konnte ich erst im Februar 2014 veröffentlichen. Ich hatte den Aufwand der Post-Produktion unterschätzt, wuchs aber an meinen Aufgaben und so kam letztlich doch noch genau das heraus was ich mir am Anfang vorgestellt hatte: Ein sehr atmosphärisches Hörspiel auf CD bei dem ich Autor, Regisseur, Produzent und Sprecher war und das seit Februar 2014 auf meiner Homepage käuflich zu erwerben ist. Noch heute könnte ich platzen vor Stolz. 

4 auf 3 (mit Armin Kind, Julian Niedermeier, Anna I. Günther & Jessica Schilling) gibts hier im Shop!
4 auf 3 (mit Armin Kind, Julian Niedermeier, Anna I. Günther & Jessica Schilling) gibts hier im Shop!

Nochmal Amaretto

Im Freien Künstler Ensemble wuchsen wir immer mehr als Gruppe zusammen, auch wenn unsere Mitgliederzahl weiterhin schrumpfte, aber immer wieder von neuen Gästen bereichert wurde. Unter anderem von Daniel Schrader, der die Regie für "No & ich" übernahm, bei dem ich jedoch nur an der Kasse zu sehen war, da ich mich auf andere Dinge konzentrieren wollte. 

Nichts desto trotz, machte es mir auch im neuen Jahr Spaß mit Ella "Amaretto" zu spielen, wenn im April auch vorerst zum letzten Mal, denn Ella folgte bereits ab Mai dem Ruf des Münchener Theater für Kinder. Was ganz nebenbei dazu führte, dass ich seitdem demokratisch bestimmter Diktator des Freien Künstler Ensembles bin. 

Erotischer Zündstoff

Das Freie Künstler Ensemble konzentierte sich Anfang des Jahres neben den bereits gespielten Produktionen auf Lesungen. Die erste war am 16. März 2014 "Erotischer Zündstoff". Eine Zusammenarbeit mit dem Autor Wolfram Stutz, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Worte für jene Dinge zu finden, die andere nicht mehr aussprechen wollen. 

Die Arbeit mit seinen Texten war äußerst interessant und ich kann behaupten das Wolfram zu den inspierirtesten und inspirierendsten Personen gehört die ich bis heute getroffen habe. 

Lars Smekal, Armin Kind, Anna I. Günther, Ella Schulz & Wolfram Stutz
Lars Smekal, Armin Kind, Anna I. Günther, Ella Schulz & Wolfram Stutz

Anonym

Schon einen Monat später, im April folgte die nächste Lesung. Diesmal unter dem Titel "Anonym". Bei dieser Lesung hatte jeder die Möglichkeit seine Texte Anonym per Mail oder Post an das Freie Künstler Ensemble zu schicken. Und am 23. April 2014 verlasen wir die Texte vor Publikum in unserer eigenen Interpretation. So langsam die Texte anfänglich kamen, desto größer war die Überraschung wieviel Texte zum Schluss eingegangen waren. Im vollbesetzten W1 lasen wir über

3 Stunden die Texte anonymer Einsender, wobei sich ein gigantischer Mix ergab. So kamen Gedichte über Krieg und Depression, zwischen Kindergeschichten bis hin zum Pornotext. Neu hinterm Mikrophon war Jessica Schilling, die bereits beim Erotischen Zündstoff mitgewirkt hatten. 

Nach diesem Unglaublichen Zuspruch stand eine Fortsetzung außer Frage, zumal es uns nicht möglich gewesen war alle eingegangenen Texte zu lesen. 

FKE liest Anonym im W1 (v.l.n.R. Anna I. Günther, Jessica Schilling, Ella Schulz, Susanna Riepl, Lars Smekal, Armin Kind)
FKE liest Anonym im W1 (v.l.n.R. Anna I. Günther, Jessica Schilling, Ella Schulz, Susanna Riepl, Lars Smekal, Armin Kind)

Für eine Zukunft mit Hebammen

Anfang Mai 2014 unterstütze ich mit dem Freien Künstler Ensemble den Bayerischen Hebammen Landesverband e.V. bei einer Kundgebung am Münchener Stachus. Es ging darum sich vorzustellen wie eine Zukunft ohne Hebammen bzw. mit nur noch wenigen Aussehn würde. Die Existenzängste der Hebammen sind nicht unbegründet, denn die Wertschätzung ihrer Arbeit ist (zumindest was den soziopolitischen Standpunkt angeht) leider sehr gering. 

Unsere Aufgabe war nun die Darstellung einer möglichen Zukunft, mit dabei war Susanna Riepl als FKE-Gast.

Con_Temporary

Ebenfalls im Mai waren wir zu Gast bei "Con_Temporary", eine Initiative die leerstehende Gebäude für künstlerische Zwecke zwischennutzen möchte. Am 17. Mai 2014 war es das erste Mal soweit und das Freie Künstler Ensemble war mit mehreren Beiträgen in der Baumhackergasse dabei. Für diesen Anlass schrieb ich sogar extra einen kleinen "Teleshop"-Sketch zum Thema "Kunst (und wie man sie verkauft)". Das ganze war eine sehr schöne Aktion, die zeigte das Kunst mehr ist und mehr kann, als in Theatern und Museen zu verstauben. 

Der Wahnsinn geht weiter: Mehr unter 'Neuigkeiten'!

Termine:

 

9. / 10. März 2017

"Schutt und Asche" von A. Kind
im W1 - Zentrum für junge Kultur

 

12. März 2017

"Ulrich von Schaffgotsch" (WA)

W1 - Zentrum für junge Kultur

von Mähnenwind 

 

29. März 2017 
"Schutt & Asche" von Armin Kind
im W1 - Zentrum für junge Kultur

 

9. / 10. April 2017
"Schutt und Asche"
im W1 - Zentrum für junge Kultur 

 

16. April 2017

"Ulrich von Schaffgotsch" (WA)

W1 - Zentrum für junge Kultur

von Mähnenwind 


Mai 2017

"Dollinger - Um Leib und Ehr" (WA)
Schloss Wörth 
von Mähnenwind

 

 

 

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"Enisa´s Tagebuch"
Theater für Schulen
vom Ü-Theater

 

seit 28. Februar 2014

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Hörspiel

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